Sein tragischer Tod hat in Leopoldsdorf große Betroffenheit ausgelöst und lässt uns einmal mehr erkennen, welch besonderen Menschen wir verloren haben. Bürgermeister Fritz Blasnek hat einen Nachruf verfasst:
Schani und ich sind in unmittelbarer Nachbarschaft in Leopoldsdorf aufgewachsen. Schon damals war er jemand, der Dinge voranbringen wollte – voller Energie, mit Herz, mit Leidenschaft für das Gemeinsame. Sein unermüdlicher Wunsch, sich für andere einzusetzen, hat ihn ein Leben lang begleitet.
MEHR ALS DREI JAHRZEHNTE LANG HAT SCHANI UNSERE GEMEINDE GEPRÄGT.
1989 wurde er erstmals als Gemeinderat angelobt, 1992 übernahm er die Leitung der ÖVP-Leopoldsdorf, 1995 wurde er Vizebürgermeister und 2005 – getragen von außergewöhnlich vielen Vorzugsstimmen – zum Bürgermeister gewählt. Sein politisches Motto war klar und ehrlich: Arbeit zum Wohle der Bevölkerung.
ALS BÜRGERMEISTER SETZTE „SCHANI“ MOSANDL BLEIBENDE AKZENTE:
- Er führte den Gemeindekalender ein und sorgte für mehr Information und Miteinander.
- Er schuf einen zusätzlichen Trainingsplatz für den Fußball-Nachwuchs.
- Er leitete die Widmung für den heute so beliebten Dr.-Berta-Gauster-Park ein.
- Er reagierte bei Platznot im Kindergarten unbürokratisch und rasch – typisch für ihn.
- Besonders wirksam: seine Christbaumabhol-Aktion, die bald in ganz Niederösterreich Nachahmer fand.
DOCH SCHANI WAR VIEL MEHR ALS EIN KOMMUNALPOLITIKER. ER WAR EIN BRÜCKENBAUER, EIN UNERMÜDLICHER ANTREIBER, EIN MENSCH, DER GEMEINSCHAFT LEBTE:
- Er adaptierte den Schiffkanal zum Rodelberg für die Kinder.
- Er kämpfte beharrlich und erfolgreich für eine Apotheke in Leopoldsdorf.
- Er errichtete gemeinsam mit vielen Helferinnen und Helfern den Spielplatz in der Ahorngasse.
- Er initiierte Feste, die heute zum Jahreslauf gehören: Sonnwendfeier, Osterhasenland, Maibaumfest.
Und auch nach seiner Amtszeit blieb er der Gemeinde treu: Er packte mit an, wo Hilfe gebraucht wurde – ob bei der Grünraumpflege oder beim Rodelberg.
SEIN VERANTWORTUNGSGEFÜHL ZEIGTE SICH AUCH FERNAB DER POLITIK. MAN KONNTE IHN ANRUFEN, UND ER WAR DA. DAS UNTERSCHIED IHN UND MACHTE IHN AUS. SEIN WIRKEN BLIEB NICHT UNBEACHTET:
- 2013 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen des ÖAAB, überreicht von Bundesministerin Johanna Mikl-Leitner.
- 2014 wurde ihm im Rahmen der Eröffnung des Sicherheitszentrums der Ehrenring der Marktgemeinde verliehen.
Beides sind Auszeichnungen, die weniger Titel als vielmehr Dank bedeuten:
Dank dafür, dass Schani jahrzehntelang „da war, wenn’s wen braucht“.
Doch neben all diesen Leistungen dürfen wir den Menschen nicht vergessen – und sein inneres Ringen. Nach seinem Burnout 2007 war seine Seele verletzt und verwundbar. Die schwierigen Lebensumstände machten vieles chaotisch und schwer. Es ist wichtig, auch diesen Teil seines Weges mit Respekt und Mitgefühl auszusprechen. Denn selbst in dunklen Zeiten blieb Schanis Herz für die Gemeinschaft offen, und viele von uns haben gesehen, wie sehr er darum rang, seinen Platz in der Gemeinschaft zu bewahren.
„Schani und mich verband nicht nur die Nachbarschaft unserer Kindheit, sondern eine Freundschaft, die über Jahrzehnte gewachsen ist – durch gemeinsame Jugendjahre, durch politische Wegstrecken, durch gute und durch schwere Zeiten. Als er mich 1992 bat, ihn zu unterstützen, war es für mich selbstverständlich, an seiner Seite zu stehen – im Wahlkampf, im Gemeinderat und weit darüber hinaus. Diese Verbundenheit blieb auch in seinen schwierigsten Lebensphasen bestehen. Es war mir immer ein Anliegen, sein Wirken in Ehren zu halten und sein Erbe fortzuführen, als ich 2010 das Bürgermeisteramt übernehmen durfte.“
Dass er nun bei einem Brand, jenem Einsatzgeschehen, dem er als Feuerwehrmann jahrzehntelang selbst entgegengetreten ist, sein Leben verlor, trifft uns besonders schwer. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.
JOHANN „SCHANI“ MOSANDL HINTERLÄSST SPUREN, DIE BLEIBEN:
In Festen und Traditionen, in Projekten und Ideen, in Parks und Spielplätzen – vor allem aber in der Gemeinschaft, die er gefördert und gestärkt hat. Sein Vermächtnis ist ein Leopoldsdorf, das zusammenrückt: handschlagfest, zugewandt, heimatverbunden.
DANKE, SCHANI. FÜR ALLES.
DU WIRST UNS FEHLEN. RUHE IN FRIEDEN.
Bürgermeister
Fritz Blasnek

